Ein Unfall oder ein medizinischer Behandlungsfehler kann schwerwiegende finanzielle und persönliche Folgen haben. Viele Betroffene wissen jedoch nicht, ob und in welchem Umfang ihnen Schadenersatz zusteht.
Was ist Schadenersatz?
Schadenersatz dient dem Ausgleich eines erlittenen Schadens. Dieser kann materiell (z. B. Reparaturkosten, Verdienstentgang) oder immateriell (Schmerzengeld) sein.
Voraussetzungen für einen Schadenersatzanspruch
Damit ein Anspruch besteht, müssen vier Voraussetzungen erfüllt sein:
- Schaden – ein tatsächlicher Nachteil ist eingetreten
- Rechtswidrigkeit – eine Pflicht oder Rechtsnorm wurde verletzt
- Verschulden – vorsätzlich oder fahrlässig
- Kausalität – der Schaden ist durch das Verhalten verursacht worden
Besonderheiten im Medizinrecht
Bei Behandlungsfehlern sind oft medizinische Gutachten notwendig. Zusätzlich spielt die ärztliche Aufklärungspflicht eine zentrale Rolle. Nicht jeder negative Behandlungsausgang ist automatisch ein Fehler.
Außergerichtlich oder vor Gericht?
Viele Schadenersatzansprüche können außergerichtlich geregelt werden, etwa durch Vergleichsverhandlungen mit Versicherungen. Ist dies nicht möglich, bleibt der gerichtliche Weg.
Verjährung beachten
Schadenersatzansprüche unterliegen Verjährungsfristen. Wird zu lange gewartet, kann der Anspruch verloren gehen.
Fazit
Schadenersatzrecht ist komplex und stark vom Einzelfall abhängig. Eine frühzeitige rechtliche Beratung ist entscheidend, um Ihre Ansprüche erfolgreich durchzusetzen.
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